Das Seil muss hoch

CQ-WW 160 Meter an DK0SWF

pn – Die Teilnahme am 160 Meter Kontest [4] am letzten Januar-Wochenende im Januar 2013 wird wohl die letzte Aktion der „Mittelwellen-Gruppe“ am noch verbliebenen 150 Meter hohen alten Sendemast am Rheinsender Wolfsheim sein. Im Februar soll dieser Mast abgebaut werden.

Der Aufstieg zur Mastspitze dauert ca. 45 Minuten

Der Aufstieg zur Mastspitze dauert ca. 45 Minuten

Die Planungen laufen derzeit darauf hinaus, die Teilnahme am Kontest von diesem Standort aus vorzubereiten. Wie sich bei den letzten Aktionen herauskristallisiert hatte, ist der 150 Meter lange Mast für 160 Meter nicht geeignet. Er strahlt zu steil und ermöglicht keinen DX-Betrieb. Es ist interessanter, für diesen Zweck den Mast als Abspannung zu nutzen, an der zum Beispiel eine Quad angehängt werden könnte. Zusätzlich soll eine abgesetzte Empfangsstation mit zwei Beverage-Antennen [3] den Funkbetrieb unterstützen. All das so zu organisieren, dass wir einen sinnvollen und reibungslosen Betrieb machen können, setzt mehrere Aktionen im Vorfeld voraus.

Ein überwältigender Blick von oben

Ein überwältigender Blick von oben

Der erste Schritt wurde am 29. Dezember 2012 erledigt. Hans-Diether Lerch und ein Kollege vom SWR warfen sich in ihre Klettermontur und machten sich an den einstündigen Aufstieg zur Mastspitze in 150 Meter Höhe. Der Mast ist von innen begehbar und hat am oberen Ende eine Plattform mit Geländer. Die beiden hatten eine Rolle dünneres Seil mitgenommen, um dieses von der Spitze aus herunterzulassen. An diesem wurde dann ein stärkeres Zugseil wieder nach oben transportiert. Über einen Umlenkkarabiner am Mastkopf, können wir nun mit diesem geschlossenen Seil unsere späteren Drahtantennen hoch befördern.

Dass auch solche vermeintlich einfachen Tätigkeiten zu einer echten Herausforderung werden können, zeigte sich durch die späteren Berichte der beiden Kletterer. Sie gaben an, zu zweit an dem Seil gezogen zu haben, da der Wind dieses fast horizontal vom Mast weggeblasen hat. Ohne Handschuhe hätte man da keine Chance gehabt meinte Diether. Der Mannschaft am unteren Ende war es bei der Windlast auf dem Seil nicht möglich dieses bis an den Mast heranzuziehen. In der Mastmitte entstand ein „Bauch“ der ca. 10 Meter Abstand hielt. Trotzdem hatten wir es unten fast bis an die Grenze unserer Kräfte angezogen.

Wer weiß welche Herausforderungen noch auf uns warten, wenn wir die Quad-Antenne vorab testen werden. Begeisterte, die sich mit ihren CW-Kenntnissen einbringen wollen, sollten Kontakt mit Rudi, DK7PE oder Ottfried, DK1EI aufnehmen. Wenn sich genug begeisterte Personen finden, könnten wir auch zwei Nachtschichten zusammenstellen. Sonst wäre nur eine der Nächte nutzbar.

Über die laufenden Aktionen informieren wir auf der neuen Facebook-Seite [1] des OV-Mainz und auf unserer Homepage [2].

[1] https://www.facebook.com/groups/506717942683452

[2] http://www.dl0mz.de

[3] http://en.wikipedia.org/wiki/Beverage_antenna

[4] http://www.cq160.com/rules.htm